Bücher

„Charlotte“ von David Foenkinos

Mit 26 wurde sie in Auschwitz ermordet. Die in Berlin geborene jüdische Malerin Charlotte Salomon (1917-1943) wird heute in einem Atemzug mit Paula Modersohn-Becker und Marc Chagall genannt. Mit „Charlotte“ hat David Foenkinos ihr eine Liebeserklärung geschrieben – in Frankreich schon ein Bestseller. In atemloser Sprache erzählt er von ihrer Kindheit in Charlottenburg, dem Selbstmord der Mutter, dem Exil in Südfrankreich: „Sie muss leben und malen. Malen, um nicht verrückt zu werden.“ Der Ton dieses schwerelosen Romanes ist obsessiv, mitunter pathetisch. Aber so sind Liebeserklärungen eben nun einmal.   

Text: Welf Grombacher

Charlotte von David Foenkinos, DVA, 240 Seiten, 17,99 Euro

Lesung:
Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne Schaperstraße 24, Wilmersdorf, So 13.9., 19.30 Uhr, Eintritt 8, erm. 6 Euro

Mehr über Cookies erfahren