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„Das schreiben wir jetzt ab“ von Erik Heier

Aber was können wir denn auch dafür, dass die Cordula immer so schnell rechnen konnte und direkt neben einem saß. Später gab es auch die eine oder andere Formulierung, die uns so gut gefallen hat, dass wir sie einfach übernommen haben, ohne zu schreiben: Diese Textpassage ward uns gegeben von Jörg Fauser. Im akadamischen Bereich käme da sowieso einiges zusammen. Gibt es übrigens bei den Plagiats-Vorwürfen um die Dissertation einer gewissen Dr. Ursula Gertrud von der Leyen irgendwas Neues? Abschreiben ist sozusagen das Raubkopieren mit geringerem Abmahnrisiko, dafür gelegentlich zumindest im Bundestagsbereich höheren persönlichen Folgekosten. Wäre das nicht auch mal ein guter „Stern“-Titel? „Wir haben abgeschrieben!“ Es wundert uns daher überhaupt nicht, dass auch im Self-Publishing Plagiatsfälle vorkommen. Auf der Internetseite „Die Self-Publisher-Bibel“ wurde der Fall einer deutschen erfolgreichen Indie-Autorin beschrieben, die jetzt zugab, zwei Romane abgeschrieben zu haben. Eines der beiden Plagiate versuchte sie zunächst mit einer 30 Jahre alten Schreibmaschinenübung zu erklären, die sie irgendwann wiederfand, für so gut hielt, dass es nur ihre sein konnte, und veröffentlichte. Unter ihrem Namen. Sehen wir es mal positiv: Maschineschreiben kann sie jetzt prima.

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