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Der Autor Wolfgang Herrndorf ist tot

Wolfgang_HerrndorfAnfang 2010 wurde bei Herrndorf ein bösartiger Gehirntumor diagnostiziert. Über seine Krankheit schrieb er in seinem Blog „Arbeit und Struktur“, der inzwischen wegen Überlastung nicht mehr erreichbar ist. So entstand eine Chronik von Leiden, Rückschlägen und Sinnsuche. Einträge aus diesem Blog und ein Tweet der Schriftstellerin Katrin Passig, eine seiner engen Vertrauten, legen offen, dass sich Herrndorf selbst das Leben nahm.  („Wolfgang Herrndorf starb nicht
am Krebs. Er hat sich gestern in den späten Abendstunden am Ufer des
Hohenzollernkanals erschossen.“)

Herrndorf schrieb nicht nur Popliteratur („In Plüschgewittern“), sondern z.B. auch den ironischen Agententhriller „Sand“, der mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde. Sein bekanntester Roman ist wahrscheinlich „Tschick“, ein Roadtrip zweier jugendlicher Außenseiter, die in einem Lada eine wilde Fahrt durch Ostdeutschland beginnen.
Noch bis kurz vor seinem Tod arbeitete Herrndorf an einem neuem Werk mit dem Arbeitstitel „Isa“. 

 

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