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Der Berliner Zeichner Mawil erhält den Max und Moritz-Preis 2014

Kinderland von Mawil

Erlangen, Internationaler Comicsalon 2014. Das Who is Who der Comicbranche ist angereist. Neuste Publikationen werden angepriesen, Zeichner und Autoren, egal ob alte Hasen oder Anfänger, signieren, präsentieren, debattieren. Bei Ausstellungen und Gesprächsrunden loten Experten, Fans und Macher die wirtschaftlichen und künstlerischen Möglichkeiten von Comics, Graphic Novels und Illustrationen aus. In dem Rahmen wird alljährlich der Max und Moritz-Preis verliehen, Deutschlands bekannteste Auszeichnung der Branche. Für sein Lebenswerk erhielt Ralf König den Ehrenpreis, seit 1990 ein Chronist der schwulen Befindlichkeit und Schöpfer von Bestsellern wie „Der bewegte Mann“ oder „Kondom des Grauen“.
In der Kategorie „Beste deutschsprachige Comic-Künstlerin“ wurde Ulli Lust ausgezeichnet. Die Berlinerin sorgte mit ihrer Graphic Novel „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ für Furore und im Suhrkamp Verlag erschien zuletzt „Flughunde“, Lusts grafische Adaption eines Romans von Marcel Beyer. Am spannendsten dürfte aber wohl die Entscheidung in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Comic erwartet worden sein. Gleich mehrere Berliner fanden sich unter den Nominierten. Darunter
Fil, der geistige Vater von „Didi und Stulle“ und Jennifer Daniel, die mit ihrem bezaubernden Comicheft „Earth Unplugged“ den kleinen Jaja Verlag vertrat. Der Preis ging mit Mawil schließlich auch an einen Berliner Zeichner. In „Kinderland“ (Foto) lässt der 38-Jährige seinen Helden Mirco Watzke allerlei Alltagskatastrophen bestehen und erzählt nebenbei vom letzten Sommer der DDR und den Schrecken der Kindheit und Jugend.

Text: Jacek Slaski

Foto: Mawil/Reprodukt

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