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Der Einzeldrauflosgänger RAN im Roten Salon

Der Einzeldrauflosgänger RAN im Roten Salon

In Schlagwörtern. So redet RAN. „Körpersprache, Nuancierung, Selbstbewusstsein, Schmerz, Euphorie“. Wörter wie Schläge. Bang, bang, bang! Alles muss raus. Und mittenrein. In die Fressen. Jede einzelne. Rainer Anton Niedermeier ist RAN. Gebürtiger Augsburger, seit 17 Jahren Kreuzberger, Einzeldrauflosgänger, „im Selbstversuch weiter durch einen Mutschrei überlebt“. Einst Poetry-Slammer, „in der Maria am Ostbahnhof haben sie mal Bierkannen auf mich geschmissen“, erzählt er, „vielleicht weil ich zu arrogant war oder zu kompromisslos“. Alle paar Jahre auf der Bühne, jetzt wieder. Der Drummer Nico Lippolis soll dazu einen ähnlich expressiven Takt schlagen. „Don’t bring him“. Nein, den kannst du nicht bringen im literarischen Betrieb. Den nicht. Zu laut, zu laut, zu laut. Also skandiert er, der Autodidakt: „Ihr könnt mir die Zunge abschneiden/Ich spreche mit meinen Händen.“     

Text: Erik Heier

Foto: Kathleen Michael

Roter Salon Rosa-Luxemburg-Platz, Mitte, Do 16.4., 20 Uhr

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