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„Die Chance“ von Stewart O‘Nan


Arthur und Marion Fowler sind bankrott – im doppelten Sinn: Sie müssen ihr Haus verkaufen – und zum Scheidungsanwalt. Um ihrem Desaster einen würdigen Abschluss zu geben, reisen sie noch einmal zu den Niagarafällen, wohin sie vor 30 Jahren ihre Hochzeitsreise führte. Am Vorabend des Valentintages setzen sie im Kasino ihre letzten Barschaften ein –  und versuchen so, dem gemeinsamen Leben doch noch eine Chance zu geben. Vor der spektakulären Kulisse des kanadisch-amerikanischen Naturschauspiels inszeniert US-Autor Stewart O’Nan, 53, das Endspiel einer Ehe zwischen Zuneigung, Zickerei und Zerwürfnis. Man liest den 13. Roman des Routiniers so gebannt, wie ein Spieler dem Lauf der Roulettekugel folgt.     

Text: Reinhard Helling

tip-Bewertung: Herausragend

Die Chance von Stewart O‘Nan, aus dem Englischen von ?Thomas Gunkel, Rowohlt, 222 S., 19,95Euro

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