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„Ein Kind Gottes“ von Cormac McCarthy

McCarty

Sätze wie Gewehrsalven. Durch die Verfilmung von „No Country for Old Men“ und „Der Anwalt“ ist Cormac McCarthy auch Nichtlesern ein Begriff. Mit „Ein Kind Gottes“ (1973) erscheint jetzt ein ebenfalls verfilmtes Frühwerk des Amerikaners erstmals auf Deutsch. Schon damals ging er über Leichen: Seit die Farm von Lester Ballard zwangsversteigert wurde, haust der Sonderling in einer Höhle, tötet junge Mädchen, bahrt sie unter der Erde in einer Galerie auf und vergeht sich an ihnen. Wie in einem Episodenfilm führt Cormac McCarthy vor, wie wenig es bedarf, um ein Leben restlos entgleisen zu lassen. Brutal, nekrophil, literarisch. Chuck Palahniuk und DBC Pierre sind bei ihm in die Lehre gegangen. 

   

Text: Welf Grombacher

Ein Kind Gottes, von Cormac McCarthy, Rowohlt Verlag, 192 S., 12,99Ђ

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