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„Eiszeit Sommergeschichten“

Es gibt wohl keine Kurzgeschichtensammlung, in der ausnahmslos jede Geschichte überzeugt. Der Erzählband „Eiszeit Sommergeschichten“ ist da keine Ausnahme: 16 Geschichten, 16 Autoren, sie alle zwischen Mitte 20 und Mitte 30. So auch ihre Figuren. Das ständige Hadern mit den eigenen Entscheidungen, das resigniert Danebenstehen, wenn wieder eine Beziehung zerbricht, das Habenwollen von Dingen, von denen sie meinen, das sie sich ausschließen: Freiheit und Beständigkeit, Ungebundenheit und eine eigene Familie. Halbherzige Ausbruchsversuche, für die man sich schämt.

All das ist nicht neu, es ist typisch für jene Gruppe der Twenty- und Thirtysomethings und schon oft beschrieben. Jetzt käme es eben darauf an, das ganze, wenn es denn schon Thema sein soll, packend zu erzählen. Das gelingt etwa einem Thomas Klupp oder einer Susanne Heinrich, doch leider nicht allen Autoren. Gut, dass man einfach weiterblättern kann und nicht gleich das ganze Buch weglegen muss.    

Text: Katharina Wagner

(tip-Bewertung: Lesenwert)

Anvar Cukoski (Hrsg.) „Eiszeit: Sommergeschichten“, BTV Berliner Taschenbuch Verlag, 192 Seiten,
17,90 Ђ

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