Bücher

„Ende der Sommerzeit“ von Jens Sparschuh

Ende der Sommerzeit

15 Jahre lang hat Vladimir Nabokov, einer der größten Autoren des 20. Jahrhunderts, in Berlin gelebt, 1922 bis 1937. Das hinterließ natürlich Spuren in seinem Frühwerk, auch im Krimi „Verzweiflung“. Darin entwirft Nabokov eine Verbrechensszenerie um einen Brandenburger See herum. Jens Sparschuh schickt jetzt in seinem gewitzten Roman „Ende der Sommerzeit“ seine Protagonisten, Hardcore-Nabokov-Fans, auf detektivische Recherche ins Berliner Umland – immer der Frage nach, an welchem Brandenburger See Nabokov seinen Schrebergarten hatte und „Verzweiflung“ schrieb. So einiges spricht für den Ziestsee bei Kolberg. Eine erstklassige Badeseelektüre für anspruchsvolle Leser. Ironie а la Daniel Kehlmann. Und man kann den Roman sogar genießen, ohne den Insider-Jokes zu folgen.     

Text: SH

Foto: Kiepenheuer & Witsch

Ende der Sommerzeit von Jens Sparschuh, Kiepenheuer & Witsch, 256 Seiten, 18,99 Euro

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