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„Erst einmal für immer“ von Tobias Premper

Ein Abschied wie eine Kunstaktion. Mit schwarzen Limousinen lässt Roland Steinberg seine Freunde ins Heidedörfchen Marwede kutschieren. Dort wird ihnen dann eröffnet, dass er sich das Leben genommen habe. Spektakulär beginnt das Romandebüt „Erst einmal für immer“ des Wahlberliners Tobias Premper, der auf den folgenden Seiten das Rätsel dieses angekündigten Todes auflöst. Der Grund, warum Roland Steinberg weder in der Liebe noch in seiner Arbeit als Künstler Halt findet, liegt in seiner frühesten Kindheit begründet. Prempers Roman ist nicht so skurril wie seine absurden Miniaturen. Aber aus ihm spricht ungebrochen die Wut einer unbeugsamen Jugend, die lieber stirbt, als sich mit dem Leben abzufinden.    

Text: Welf Grombacher

Erst einmal für immer von Tobias Premper, Steidl, 176 Seiten, 18 Ђ?

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