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„Europa literarisch“ mit dem polnischen Autor Jacek Dehnel

Jacek Dehnel

Die 66. Veranstaltung der Reihe „Europa literarisch“ widmet sich zum dritten mal der zeitgenössischen Literatur Polens. Der Schriftseller, Lyriker und Maler Jacek Dehnel gilt als einer der erfolgreichsten Jungautoren in unserem Nachbarland. Jedem seiner Werke unterliegt ein neues Konzept und entzieht sich so jeglicher eindeutigen Zuordnung. Die Rückbesinnung auf Tradition und die besondere Stilisierung sind charakteristisch für Dehnels Stil. Seine frühen Gedichte pflegte der studierte Philologe 100 Jahre zurückzudatieren, sie zeichnen sich durch ein Übermaß an Rhythmen und Versmaßen aus. Zwei seiner Romane wurden bereits ins Deutsche übersetzt „Lala“ und „Saturn. Schwarze Bilder der Familie Goya“. Letzteren wird er nun dem Berliner Publikum präsentieren. „Saturn. Schwarze Bilder der Familie Goya“ thematisiert das schwierige Verhältnis zwischen dem Berühmten Maler Francisco de Goya und seinem Sohn Javier. Javier leidet unter der Überpräsenz seines erfolgreichen Vaters, weder privat noch beruflich schafft er es sich von Franzisco zu lösen. Diesen Generationenkonflikt der spanischen Malerfamilie bringt Dehnel durch eine polyphone Erzählweise dem Leser nahe. Er lässt die selben Situationen, Szenen und Gespräche einmal aus der Perspektive des Vaters und einmal aus der des Sohnes beleuchten und zeigt so erneut die Vielfalt seines Wortschatzes.

Text: Maria Tebarth

Foto:
P. Sunderland

Europäisches Haus, Unter den Linden 78, Mitte, Di 27. 1., 18.00

Der Abend wird von Dr. Christiane Lange von der Literatur Werkstatt moderiert, die Deutschen Texte liest Peter Urban-Halle. Aufgrund der erhöhten Sicherheitsstandards ist für die Registrierung am Einlass die Vorlage des Personalausweises erforderlich

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