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Fritz J. Raddatz

Raddatz, Fritz J.Fritz J. Raddatz schießt nicht einfach mit Kanonen auf Spatzen. In seinen Tagebüchern 1982-2001 kartäscht der ewige Feuilletonist, Literaturkritiker und Essayist so ziemlich jegliches publizistisches Großwild nieder, das seinen Weg kreuzt. Johnson: entweder besoffen oder bösartig. Dürrenmatt: dumm und labernd. Augstein: Dafür reicht der Platz hier nicht. Alles grimmig, lustig, maßlos. Als  Freund Grass einen Artikel von ihm nicht kennt, tritt Raddatz‘ Larmoyanz über alle Ufer. Denn immer leidet er wie ein Hund: an sich, seinem Ego, all den Verrätern und Blendern, wie er sie sieht. Dann auch noch: Regen auf Sylt, wochenlang. Das Grauen. Raddatz hat viele Rechnungen offen. Umgekehrt sind nun noch einige dazugekommen.  

Text: rik
Foto: Karin Szekessy


Fritz J. Raddatz? „Tagebücher 1982-2001“


Rowohlt, ?944 Seiten, 34,95 Ђ


Lesung und Gespräch ?mit Hans-Jürgen Heinrichs

Literaturhaus ?Berlin, Fasanenstraße 23, Charlottenburg, ?Do 14.10., 20 Uhr

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