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Gary Shteyngart: Kleiner Versager

Gary Shteyngart: Kleine Versager

Die Amis taten ein Übriges und verpassten dem siebenjährigen Immigrantenkind Igor den Rufnamen „Gary“. Heute nimmt er die Konsonantenballung ebenso mit Humor wie die Hänseleien, die er als kränkelnder Junge in der Solomon Schechter School in Queens erfuhr, wo sie ihn „Kommi“ und „Russki“ riefen. Beim Schreiben seines ersten, noch dem sozialistischen Realismus verpflichteten Romans hatte ihn seine Großmutter auf besondere Weise gefördert: Für jede Seite von „Lenins wunderbare Wildgänse“ gab sie ihm eine Scheibe Käse. Trotz der geballten Lebensnöte, die Shteyngart in seinem vierten Buch schildert, ist „Kleiner Versager“ eine beglückend komische Kindheitsgeschichte.

Text: Reinhard Helling

Kleiner Versager ?von Gary Shteyngart, aus dem Englischen von Mayela Gerhardt, Rowohlt, 474 S., 22,95 Euro

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