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Günter Grass ist tot

Günter Grass ist tot

Wie kaum ein anderer deutscher Schriftsteller war Günter Grass ein Symbol, ein Mahner und großer Moralist, der sich politisch engagierte und Debatten anregte, wenn auch, wie zuletzt mit seinen offenen Briefen in Gedichtform etwas missglückt. Geboren wurde Grass 1927 in Danzig, er war Soldat im Zweiten Weltkrieg und schloss sich mit 17 Jahren der Waffen-SS an, zum Kriegsende geriet er in Kriegsgefangenschaft. Seine große Zeit waren die 1960er- und 70er-Jahre. Mit der „Danziger Trilogie“ ging er in die Literaturgeschichte ein. „Die Blechtrommel“ erschien  1959 und markiert Grass‘ Durchbruch, bis heute gilt das Werk um den kleinen Sonderling Oskar Matzerath als sein wichtigster Roman, es folgten „Katz und Maus“ und „Hundejahre“. Von 1960 bis 1972 lebte er in berlin. Grass schrieb zahlreiche Romane, Novellen, Erzählungen, Dramen und Lyrik. Zudem schuf er Plastiken, Skulpturen und Grafiken. Mehrere seiner Romane wurden verfilmt. 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Am 13. April 2015 starb er in Lübeck.

Foto: Magnus Manske/ Wikipedia

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