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Henry Rollins: „The Long March“

HenryRollins_c_imago_Kerstin_MuellerEine stille Lesung? Gepflegte Kontemplation? Rotwein dazu vielleicht? Sicher nicht. Hier geht es um Henry Rollins, das Multi­talent. Hochgradig physischer Gesangs­beauftragter für die oberen Bereiche der Dissonanzskala (Blag Flag, Rollins Band), Fernseh-Talkshow-Gastgeber, Dichter, Buchautor, Verleger, Schauspieler, Polit­aktivist, Gewichte­stemmer.
Seit knapp 30 Jahren ist Rollins auch als Spoken-Word-Performer unterwegs
. Und wie. Die Beine auf die Bühne gepflanzt, als gelte es, einem Orkan zu begegnen. Das Mikrofon­kabel ein paar Mal um die linke Hand geschnürt. Und dann geht’s zur Sache. Aber richtig. Mal politisch, mal skurril persönlich. Reichlich Wörter mittendrin, die sie daheim in den USA überpiepen. „Motherfucker“ und so. Der Mann nimmt kein Blatt vor den Mund. Das wortwörtlich. Alles kommt direkt aus dem Kopf. Sein neues Programm „The Long March“ basiert auf Reisen durch Bhutan, Nordkorea, Kirgisien. Also alle mal anschnallen bitte. Henry Rollins ist ein prima Reiseleiter. Auf der Bühne. Das ist seine Welt.               

Text: Erik Heier
Foto: Imago/Kerstiin Müller

Henry Rollins: „The Long March“
Huxleys Neue Welt, Hasenheide 107-108, Neukölln,
Di 31.1., 20 Uhr

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