Bücher

„Indiebook.de“ von Erik Heier

Erik Heier

Ein kleiner Surftipp an dieser Stelle: Unabhängige Buchverlage und Buchhandlungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind vor nicht mal zwei Wochen, genau am Tag des Sommeranfangs um 18.38 Uhr, mit einer gemeinsamen Internetplattform online gegangen. Die heißt so, wie es im Titel dieses Kommentars steht. Man kann sich das ganz gut merken, aber am besten gleich bookmarken. In den Buchläden und im Handel haben es die Indies oft schwer, überhaupt wahrgenommen zu werden. Gegen den Mainstream, die Verlagskonzerne. Die „Großen“. Zumal, weil die unabhängigen Verlage sehr oft eher die vermeintlichen literarischen Nischen besetzen – was der landläufigen Meinung zufolge mittlerweile quasi alles ist, was sich nicht als Roman verkaufen lässt. Lange wurden die Indies als Kleinverleger apostrophiert, was sie nicht gern hören. Es klingt ja auch irgendwie nach Sandkastenspielen, Kopftätscheln und Wenn-du-groß-bist-wirst-du-ein-richtiger-Verleger-Habitus. Also ziemlich daneben. Wie die Indie-Musik aber sehr oft viel geiler ist als das Mainstream-Zeug, lassen sich auch bei den Indie-Verlagen viel mehr Perlen neben der Spur entdecken. Ganz abgesehen von der oft sorgfältigen Gestaltung. Auch dafür gibt es also dieses Webportal. Mit einem Online-Magazin, das Bücher präsentiert, ohne sie zu bewerten. Und ohne sie zu verkaufen. Dafür wende man sich dann an den Buchladen seines Vertrauens. Es könnte ja gegebenenfalls auch ein unabhängiger Buchladen sein. Warum eigentlich nicht.

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