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Inger Christensen

Inger Christensen

Viele Plätze blieben leer bei der Lesung von Inger Christensen Mitte der 90er-Jahre im Park von Schloss Wiepersdorf. „Nun gut“, tuschelte sie in ihrem dänischen Akzent, „dann les’ ich eben für die Bäume.“ Lange war ihr Name nur Studenten der Skandinavistik ein Begriff. Obwohl sie mit lieber Regelmäßigkeit als Kandidatin für den Literaturnobelpreis gehandelt wurde. Das mag an ihrer bescheidenen Art gelegen haben. Sie wollte schreiben, wie die Bäume Blätter treiben. Als Tochter eines Schneiders kam sie 1935 im jütländischen Veijle zur Welt, studierte Medizin, Chemie, Mathe, bevor sie durch Noam Chomsky beeinflusst den Entschluss fasste, Dichterin zu werden. In experimentellen Lyrikbänden wie „Det“ oder „Alphabet“ ließ sie sich leiten von Kompositionsprinzipien der Musik und Mathematik. Eine Inger-Christensen-Woche im Brecht-Haus widmet sich der 2009 in Kopenhagen verstorbenen Schriftstellerin.   

Text: Grom

Foto: Rigmor Mydtskov/ SV

Literaturforum im Brecht-Haus Chausseestr. 125, Mitte, 20 Uhr, Mo 17.–Fr 21.8., ?Programm unter: www.lfbrecht.de

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