Bücher

Jacinta Nandi hat „Nichts gegen blasen“

Jacinta Nandi
Jacinta Nandi
Foto: privat

Jacinta Nandi hat einmal im Magazin „Dummy“ beschrieben, wie es so ist, beim Stillen versehentlich einen Orgasmus zu bekommen. Es ist also hilfreich, bei ihrem neuen autobiografischen Buch „Nichts gegen blasen“ auf explizitere Details gefasst zu sein. Jacinta Nandi ist sozusagen die Heinz Struck aus Ost-London. Wenn man sie auf Lesebühnen – wie der Rakete 2000 oder bei den Surfpoeten – erlebt, ist das immer sehr, sehr lustig. Und auch dann, wenn es eigentlich gar nicht zum Lachen ist. Wie im Buch, wo sie nicht nur über die Mühen der „Fickterminplanung“, Sexfanta­sien mit Gerhard Schröder oder eine Post-­Blowjob-Trennung schreibt, sondern auch über schwierige Familienbeziehungen. Etwa, wie ihr Stiefvater Bob sie zusammenschlug, ihr in den Bauch trat. Jener Bob, der heimlich Frauenkleider trug. Der jetzt Tante Trudi heißt.

Nichts gegen blasen von Jacinta Nandi, Ullstein, 288 S., 14,99 @ (ab 8.5.)

Jacinta Nandi – „Fuck, das waren Zeiten“

Mehr über Cookies erfahren