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„Jeder Tag gehört dem Dieb“ von Teju Cole

So erlebt der in New York lebende Schriftsteller Teju Cole Lagos, die Stadt seiner Jugend. Furchtlos erkundet er die Zehn-Millionen-Metropole zu Fuß und im Sammeltaxi. Schnell verfliegt die „Ekstase der Ankunft, dieses irrationale Gefühl, dass jetzt alles gut wird“. Und er benennt das Dilemma: „Den Nigerianern fehlt das philo­sophische Rüstzeug, die materiellen Güter zu beherrschen, die sie so gern konsumieren wollen.“ Für die gefeierte New-York-Erkundung „Open City“ (dt. 2012, Suhrkamp) hatten Cole, der übrigens im Juni Stipendiat des Literarischen Colloquiums ist, und seine deutsche Übersetzerin vor zwei Jahren den Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt und der Stiftung Elementarteilchen erhalten.   

Text: Reinhard Helling

Jeder Tag gehört dem Dieb von Teju Cole, aus dem Englischen von Christine Richter-Nilsson, ?Hanser Berlin, 175 Seiten, 18,90 Euro

Lesungen:

Clinker Lounge, Saarbrücker Straße 36?a, Mitte, Di 23.6., 20 Uhr;

Literarisches Colloquium Berlin (mit Daniel Kehlmann), ?Am Sandwerder 5, Zehlendorf, Di 30.6., 20 Uhr

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