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Josef Bierbichler liest Erich Mühsam

Erich MühsamEs ist ein Wunder, dass überhaupt noch etwas davon erhalten ist: von den Tagebuchaufzeichnungen Erich Mühsams. Als er 1934 verhaftet und ins KZ gebracht wurde, gab seine Frau die Aufzeichnungen dem Moskauer Maxim-Gorki-Institut. Sie wurden archiviert, seine Frau verhaftet. Mehrere Hefte und Briefe verschwanden. Von den insgesamt 7000 Seiten, die Mühsam von 1910 bis 1924 schrieb, ist heute nicht mehr viel übrig. Aber dennoch genug, dass sie ein umfassendes Bild davon liefern, wie Mühsam Anarchie nicht nur gepredigt, sondern auch gelebt hat. Und genug, um sie in insgesamt 15 Bänden zu veröffentlichen. Die Tagebuch-Edition des Verbrecher Verlags wird um ein Register und den Originalseiten auf der Website www.muehsam-tagebuch.de ergänzt.

Text: Katharina Wagner

Erich Mühsam: „Tagebücher. Band 1, 1910-1911“, Verbrecher Verlag, 352 Seiten, 28?Euro

Lesung mit Josef Bierbichler, Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, Mitte, Do 14.7., 20?Uhr

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