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Josh Bazell: „Schneller als der Tod“

„Ich bring dich langsam um, und du darfst dich selber fressen.“
 Josh Bazells Buch ist nichts für Weicheier. Und das ist gut, schließlich handelt es sich um einen Mafia-Roman. Und der frohlockt mit detailreichen, teils bizarren Fußnoten zur Anatomie und Allgemeinmedizin.

Denn der Protagonist, Pietro, ist Arzt, das heißt, früher war er ein Mafia-Killer, aber er hat dem blutigen Verbrechen den Rücken gekehrt. Blöd nur, dass eines schönen Tages ein hohes Mafia-Tier ins Krankenhaus eingeliefert wird, den Herr über Leben und Tod erkennt und mit ihm noch eine Rechnung offen hat. Aber den Patienten sterben zu lassen, hilft auch nicht weiter, denn auch dann geht es Pietro an den Kragen. Eine missliche Lage – und ein nicht nur spannender, sondern auch vergnüglicher Plot. Nur ein paar Übertreibungen und unnötige Ausschmückungen gibt es störenderweise obendrauf.    

Text: Andreas Burkhardt

(tip-Bewertung: Lesenswert)

Josh Bazell „Schneller als der Tod“, aus dem Amerikanischen von Malte Krutzsch, S. Fischer, 300 Seiten, 18,95 Ђ
 

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