Bücher

Julianne Moore – Sommersprossenfeuerkopf

Eine rothaarige, ziemlich erfolgreiche Hollywood-Schauspielerin, zum Beispiel Julianne Moore, will ein Kinderbuch mit dem Namen „Sommersprossenfeuerkopf“ (Original: „Freckleface Strawberry“) veröffentlichen. Da schreibt sich die schlechte Geschichte fast von selbst: Ein Mädchen wird von anderen Kindern wegen seines Aussehens gehänselt, schöpft aber durch die Aussenseiterrolle Selbstbewusstsein, was es innerlich erst so richtig schön macht (später macht sie Karriere).

Eine richtig scheussliche Beast-to-Beauty-Transformation also mit anschließendem Happy-End. „Es war einmal ein kleines Mädchen, das war genau wie alle anderen kleinen Mädchen“, wird gleich zu Beginn im schlimmsten Märchenton gesäuselt. Dazu gibt’s Zeichnungen von hässlichen Kindern (alle, nicht nur die Rothaarige). Klarer Fall von Schauspielerinnen-Buch, deren Autorin guten Willen zeigt, aber nichts ausser eine selbstreferentielle Erfolgsgeschichte vorzuweisen hat.  

Juliane Moore, LeUyen Pham (Illustrationen), „Sommersprossenfeuerkopf“, Bloomsbury Berlin, 32 Seiten, 12,90 Euro.

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