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„Kafka. Die frühen ­Jahre“ von Reiner Stach

18 Jahre. So lange hat er gebraucht, nun ist es vollbracht. Mit „Kafka. Die frühen Jahre“ beschließt Reiner Stach sein fulminantes biografisches Projekt zu Franz Kafka, das insgesamt drei Bände umfasst. Vielleicht war es kein Zufall, dass diese ersten Jahre von 1883, Kafkas Prager Geburtsjahr, bis 1910 nicht am Anfang, sondern am Ende des Mammutprojektes stehen. Schließlich gibt es aus den ganz frühen Jahren so gut wie keine schriftlichen Quellen von Kafka selbst. Eine Ausnahme aus seiner Kindheit ist zum Beispiel ein Brief an seinen Vater. Wie Stach es dennoch gelingt, seine erzählerischen Details mit belegbaren Quellen zum großen Stoff zusammenzufügen, begeistert die Kritiker unisono.

Text: Erik Heier

Foto: Jürgen Bauer, Fischer

Kafka. Die frühen Jahre von Reiner Stach, S. Fischer, 608 S., 34 Euro

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