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Kai Splittgerber/Dorothea Huber: Brehms Tierland

huber_dorothea_brehms_tierlandNachdem Knut ja leider von uns getaucht ist, können wir uns wieder anderen wichtigen Tieren zuwenden. Zum Beispiel dem vieräugigen Ohrendudler-Tanztier, das nicht nur mit seinen Ohren Musik zu musizieren vermag, sondern auch noch pausenlos dazu tanzt. Oder dem fiesen Viehzeug Gill, das sich als Haaresser unbeliebt macht. Derlei Kreaturen tat der Tierforscher Edmund Alfred Brehm auf der nirgendwo verzeichneten Insel Tierland auf, bestens ausgerüstet mit Schwebeboot und Katzenschockerstab. Sein „Akademiebericht“, verfasst von dem in Oldenburg lebenden Autor, Kolumnisten und Journalisten Kai Splittgerber, ist lustvoll auf naiv getrimmte Entdeckerprosa mit irrsinnigen Fußnoten („Diese Seite ist viel zu schön für eine Fußnote. Die hohen Herren mögen bitte weiterblättern“ – warum sind bloß KT Guttenberg oder Silvana Koch-Mehrin nicht darauf gekommen?). Nicht minder bemerkenswert: die schrägen Zeichnungen der Wahl-Berliner Illustratorin Dorothea Huber im Buch. Da ist man doch gleich selbst reif für diese Insel.  

Text: rik

Illustration: Dorothea Huber

Kai Splittgerber/Dorothea Huber (Ill.) Brehms Tierland. Aus dem Expeditionstageguch des Tierforschers E. Alfred Brehm; Edition Büchergilde, 240 Seiten, 24,90 Ђ

Abenteuerlesung in Wort und Bild Lettrйtage, Methfesselstraße 23–25, Kreuzberg, Mo 30.5., 19.30 Uhr

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