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„Konzert ohne Dichter“ von Klaus Modick

Wohl selbst auf dem Donnerbalken noch gebe Rilke Verse von sich, sagte der Maler Fritz Mackensen einmal. Im Herbst 1900 kommt der Dichter nach Worpswede. Obwohl er vom plattdeutschen Leben schwärmt, bleibt er ein Fremder, versteht nicht viel mehr als das übliche „moin moin“. Klaus Modick spürt in seinem wunderbaren Roman „Konzert ohne Dichter“ nun dem Bund zwischen Rainer Maria Rilke und Heinrich ­Vogeler nach. Kurios führt er den Künstler in der Krise vor, dem die Welt, die er sich erschaffen hat, zu eng wird. Da steht ­Vogeler vor seinem Barkenhoff und schaut durch die von ihm gepflanzten Birken, deren Stämme wie ein Gitter zusammentreten: „Sperrt es die Welt aus? Oder sperrt es ihn ein …?“    

Text: ATR

Konzert ohne Dichter von Klaus Modick, Kiepenheuer & Witsch, 238 S., 17,99 Euro

Lesung: Literarisches Colloquium Berlin (gemeinsam mit Heimo Schwilk: „Rilke und die Frauen“), Am Sandwerder 5, Zehlendorf, Do 25.6., 20 Uhr

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