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Kunst der Argentinischen Comics

Kunst der Argentinischen Comics

Der gefährlichste Feind eines totalitären Regimes ist der subversive Humor. Das wussten schon Witzeerzähler in der DDR und auch in Argentinien hat die Kunst des Comic-Strips, der Cartoons und der Karikatur Stellung gegen die Militärdiktatur der 1970er-Jahre bezogen. Und die Junta verfolgte jene Zeichner gnadenlos. Sie hießen Francisco Solano Lуpez, Quino und Hйctor Germбn Oesterheld, und ihre Bilder und Figuren waren beseelt von Freiheitsdrang und einem anarchischen Geist, der eine ganze Generation prägte. Ob das freche Mädchen Mafalda, das sich tapfer und schlau durch den Alltag schlägt, die Helden des Science-Fiction-Abenteuers „El Eternauta“ oder der romantische Pirat Corto Maltese (Foto), sie alle stellten Gegenentwürfe zu der autokratischen Wirklichkeit des riesigen Landes dar. Diese Kultur der argentinischen Comickunst, in der auch die Erfahrungen der Zeichner mit Ausgrenzung, Migration, politischem Widerstand und der Suche nach einer neuen Heimat in die Strips und Geschichten eingingen, würdigt die Akademie der Künste mit einer Fassadeninstallation am Pariser Platz,  einer Broschüre des Künstlers REP und einem Akademie-Gespräch zur Eröffnung.

Text: Jacek Slaski

Foto: Cong S.A., Switzerland. All rights reserved

Mafalda und Eternauta retten die Welt Die kritische Kunst des argentinischen Comics. Fassadeninstallation in der Akademie der Künste, Pariser Platz, Mitte, 12.11.-17.1., tgl. 16-22 Uhr

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