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„Leider bin ich tot“ von Dietmar Dath

Dietmar Dath: Leider bin ich tot

Dath-Welten sind Nerd-Welten. Da werden schon mal ganze Arten abgeschafft oder Gesellschaften hinter tausend Monden neu erfunden. In Daths neuem Roman ringt ein Pfarrer mit inneren Abgründen, sucht eine windige Ex-Pornoqueen nach Erlösung und läuft ein erfolgreicher Experimentalfilmer vor sich selbst weg, während dessen Schwester unter Terrorverdacht gerät. Als eine fanatische Jüngerin Jesu in Deutschland eine Sekte gründet, bildet sich im Fernen Osten eine schräge Allianz religiöser Fanatiker, die dem Wetter nicht nur Gedanken abringen, sondern mit beseelten Cyborg-Truppen ihre Interessen durchsetzen wollen. Rasanter Abgesang auf den Zeitgeist, in dem Metaphysik, politische Theorie und Biopolitik auf Crashkurs sind.

Text: Thomas Hummitzsch

Leider bin ich tot von Dietmar Dath, Suhrkamp Nova, 461 Seiten, 16,99 Euro

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