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Michail Bulgakow

Michail Bulgakow

Lange vor allen Diskussionen um Chlorhähnchen und ausgebremste Gurken hatte Michail Bulgakow in Moskau eine Vision. Er stellte sich vor, was passieren würde, wenn ein „Lebensstrahl“ auf Eier trifft. Sie wachsen, und alle Versorgungsprobleme im Kommunismus wären auf einen Schlag gelöst. Nur einem Professor Pfirsichow kann so etwas wohl einfallen, und sein Metier ist nur auf den ersten Blick die Naturwissenschaft. In Wahrheit ist er natürlich in dem Medium unterwegs, das die besonders kühnen Verwandlungen ermöglicht: der Sprache, näherhin der russischen, aus der Alexander Nitzberg seit einiger Zeit mit großem Erfolg die Werke von Bul­gakow übersetzt. Erst „Der Meister und Margarita“, dann „Ein hündisches Herz“.  Und nun werden „Die verfluchten Eier“ mit einem großen Bulgakow-Abend in der Volksbühne  gefeiert. Dabei: Marion Brasch, Alina Bronski,  Jenny Erpenbeck, Felicitas Hoppe, Katja Lange-Müller. Und Jürgen Kuttner.    

Text:
BR

Foto:  RIA Novosti News Agency

Verfluchte Eier von Michail Bulgakow, ?Galiani Verlag; 144 S., ?16,99 Euro

Bulgakow-Abend in der Volksbühne: Lesung, ­Gespräch mit Alexander Nitzberg, Konzert am So 26.10. ab 20 Uhr

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