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„Null bis unendlich“ von Lena Gorelik

„Nils Liebe. Eins“ heißt ein Kapitel, „Sanela. Zwei“ ein anderes, es folgen „Sprechen“ und „Brief 1“. Zwei 14-Jährige – der „überkluge“ Nils und das verwaiste Balkankriegs-Mädchen Sanela – suchen eine gemeinsame Sprache und wagen ein bisschen Liebe. 1992 brechen sie nach Jugoslawien auf, um das Grab von Sanelas Vater zu suchen. Als sie sich 2008 wiedersehen, hat Sanela einen Sohn, den sie Niels-Tito genannt hat. In ihrem neunten Roman überrascht die 1981 in Sankt Petersburg geborene, heute in München lebende Lena Gorelik, die für einen lässig-leichten Ton wie in „Die Listensammlerin“ (2013) bekannt ist, mit einem eher tragischen Stoff. Doch die Kürze der Kapitel mildert die ernste Sichtweise ab.       

Text: Reinhard Helling

Null bis unendlich von Lena Gorelik, Rowohlt Berlin, 297 S., 19,95 Euro

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