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„Nun leb wohl! Und habs gut!“ Briefe 1935-1959 von Peter Suhrkamp/Annemarie Seidel

"Nun leb wohl! Und habs gut!“ Briefe 1935-1959 von Peter Suhrkamp/Annemarie Seidel

Es braucht kein primäres Interesse für den Literaturbetrieb der 1930-er, 40er und 50er, um die Briefe des Verlegers Peter Suhrkamp an seine Frau Annemarie Seidel lesenswert zu finden. Natürlich kommen Autoren wie Hauptmann, Hesse, Kafka und Frisch und das Verlagswesen vor. Spannend aber ist auch die nahe Perspektive des in Berlin Ansässigen auf die Zeitereignisse, die Nazi-Gleichschaltung, die Olympiade in Berlin, die Bomber im Krieg und den Wiederaufbau. Suhrkamps Schicksal ist erschütternd, der Fischer-Verlagsmitarbeiter landet als vermeintlicher Spitzel im Gestapo-Gefängnis und im KZ, bevor er nach dem Krieg seinen Verlag gründet – während die Beziehung zu seiner Lebensliebe scheitert.


Text:
Tobias Schwartz

„Nun leb wohl! Und habs gut!“ Briefe 1935-1959 von Peter Suhrkamp/Annemarie Seidel, ­Suhrkamp, 847 Seiten, 48 Euro

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