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„Palast der Republik (1994-2010)“ von Christian von Steffelin

Spreerestaurant„Als gute Gastgeber werden wir in diesem Haus Freunde und Kampfgenossen aus aller Welt empfangen“, freute sich Erich Honecker, Ex-Staatsratsvorsitzender der früheren DDR, noch 1974 auf dem Richtfest des Palastes der Republik. Erbaut auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Stadtschlosses, beherbergte der Palast der Republik die Volkskammer, das Parlament der DDR sowie zahlreiche Räume für kulturelle Veranstaltungen. Das Gebäude war ein wichtiges Staatssymbol und Repräsentationsobjekt der DDR. Viele Jahre später findet man an dem prominenten Platz neben dem Berliner Dom heute nur noch eine Baustelle.

Genau diese Vergänglichkeit von Plätzen oder Gebäuden hat es dem Fotografen Christian Steffelin angetan. Seit er 1993 nach Berlin zog, hielt er mit seiner Kamera die Veränderungen des Stadtbildes fest. Dabei entstand auch eine Langzeitstudie zum Palast der Republik. Über 16 Jahre dokumentierte Steffelin den Prozess seines allmählichen Verschwindens: vom ungenutzten Gebäude über den spektakulären, temporären Veranstaltungsort bis hin zu dem aufs Stahlskelett zurückgebauten Rohbau sowie der heutigen leeren Fläche, die der Palast hinterließ. Nun hat Steffelin eine Auswahl seiner Bilder als Buch veröffentlicht.

Text: Maximilian Hasse

Foto:  Christian von Steffelin

Palast der Republik (1994-2010) von Christian von Steffelin, Hatje Cantz Verlag 2011, 39,80 Ђ

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