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Rezension: Eier, wir brauchen Eier“

Es ist ja nicht so, dass nur der walisische Meistertreter Vinnie „Die Axt“ Jones noch schmerzhaftere Gegenspielerbekämpfungsmittel kannte als die schnöde Blutgrätsche (sein legendärer Pressgriff in die Weichteile von  Paul Cascoigne ziert das Cover dieses Buches). Denn auch der feingeistige „Kaiser“, alias „Firlefranz“ („Der Spiegel“), alias „Suppenkasper“ (Uli Stein) wusste, wie man lästige Kontrahenten in den, ähm, Griff bekam.
Beim DFB-Pokalfinale 1964 betätigte sich Franz Beckenbauer handgreiflich beim Schalker Dribbelkönig Stan Libuda (Fan-Weisheit „An Gott kommt keiner vorbei, außer Libuda“) in der Tiefe des Bauchraums. Weshalb der Bayer dann alsbald den „Kaiser“ vor seinen Franz gesetzt bekam, erfährt man aus dem köstlichen Sammelwerk des Fußballmagazins „11 Freunde“: 500 Fakten für Fußball-Besserwisser. Stoff zum Mitreden.

Unter anderem das: Wo Didi Hamann zu Weihnachten Hitlers „Mein Kampf“ verehrt bekam, was Berti Vogs gegen Sex in der Halbzeitpause hatte oder welcher Bundesligaspieler seinen Anrufbeantworter wie folgt besprach: „Bin bis fünf Uhr morgens in meiner Stammkneipe zu erreichen.“                                    

Text: Erik Heier

tip-Bewertung: Lesenswert

11 Freunde „Eier, wir brauchen Eier. 500 Dinge über Fußball“, Heyne, 208 Seiten, 8,95 Ђ

 

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