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Siegfried Lenz ist tot

Siegfried Lenz

Er war einer der meistgelesenen Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur: Siegfried Lenz ist am Dienstag (07. Oktober 2014) in Hamburg im Alter von 88 Jahren im Kreise seiner Familie verstorben. Dies teilte sein Verlag Hoffmann und Campe mit.
Lenz zählte neben Heinrich Böll und Günter Grass zu den Aufarbeitern der deutschen NS-Vergangenheit und sah es als Lebensaufgabe, zur Aussöhnung mit Polen und Israel beizutragen. Wichtigstes Werk von Siegfried Lenz war der 1968 erschienene Roman „Deutschstunde“, der 1971 von Peter Beauvais als zweiteiliger Fernsehfilm verfilmt wurde und in dem es um falsch verstandenes Pflichtgefühl während der Nazizeit geht.
Siegfried Lenz war 1988 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Nach Angaben seines Verlages verkaufte der Schriftsteller insgesamt über 30 Millionen Bücher. Seine Werke wurden in 35 Sprachen übersetzt. Letzter großer Bestseller von Siegfried Lenz war die Liebesnovelle „Schweigeminute“ aus dem Jahr 2008.

Foto: Ingrid von Kruse

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