Bücher

„Sophia, der Tod und ich“ von Thees Uhlmann

Der Tod steht vor der Tür. Noch drei Minuten für den Ich-Erzähler. So beginnen Scheißtage. Woran er mit 42 stirbt? „Irgendwas mit Herz.“ Erzähler: „Ich bin neulich noch gejoggt.“ Tod: „Das war vor einem halben Jahr.“ Da klingelt seine kernige Ex-Freundin – und „Sophia, der Tod und ich“ gurken plötzlich als Trio durch einen Irrsinnsplot. Thees Uhlmanns Debütroman macht, anders als bei manchem derzeit literarisch umherstolpernden Musikerkollegen, richtig Spaß: mit tarantinoesken Punch­line-Dialogen, unbekümmertem Hang zur Klamotte und viel Jungs-Pathos. Wie man ihn aus seinen Songs kennt. Aber selten so lustig: „Der Tod hört keine Klassik und bringt Bordell-Analogien. Dass ich das noch erleben darf.“ Yep.     


Text:
Erik Heier

Sophia, der tod und ich von Thees Uhlmann, Kiepenheuer & Witsch, 320 S., 18,99 Euro?

Mehr über Cookies erfahren