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„Tony Soprano stirbt nicht“ von Antonia Baum

"Tony Soprano stirbt nicht" von Antonia Baum

Anfang letzten Jahres erlebte die „FAZ“-Redakteurin Antonia Baum etwas, dass sie in ihrem neuen Buch als „super-realistische Verarschungsparty mit mir als taumelnder Gastgeberin“ beschreibt. Wenige Wochen, bevor ihr zweiter (übrigens überaus lohnenswerter) Roman erscheinen sollte, in dem die drei Kinder um das Leben ihres risikoverliebten Vaters fürchten, verunglückte Baums Vater bei einem Motoradunfall schwer. Die Fiktion ihres Romans brach nicht nur in ihre Wirklichkeit ein, sondern brachte ihre Welt zum Einsturz. Wie man mit Verlustangst und Verlorenheit produktiv umgehen kann, beweist dieses Angstbewältigungsbuch, das sich dem Tabu des eigenen Leids einfühlsam nähert, um einen Umgang damit zu ermöglichen.

Text: Thomas Hummitzsch

Tony Soprano stirbt nicht von Antonia Baum, Hoffmann & Campe, 144 S., 18 Euro

Lesung: Deutsches Theater, Bar, Di 17.5., 20 Uhr, Eintritt: 6 Euro
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