Bücher

„Was anderes“ von Erik Heier

Erik Heier
Es ist natürlich eine ganz tolle Sache, wenn Künstler mal etwas ganz anderes machen, ihren Horizont erweitern, aus den Routinen ausbrechen, andere Wege gehen, sich neu erfinden, endlich mal so richtig persönlich werden. Denn so hat man sie gerne. So menschlich. Und überhaupt. Ach ja. Bücher von Musikern zum Beispiel. So was gibt es immer wieder, manchmal möchte man ja vielleicht auch nicht den lieben langen Tag über Akkorden grübeln und ?die Textzeilen in den Strophen hin und her schieben. Siehe Sven Regener, Nick Cave, Nagel, Christiane Rösinger, Markus Berges, Maximilian Hecker, neu­­lich ja erst auch Jochen Distelmeyer (siehe tip 03/15). Von Schorsch Kamerun oder Heinz Strunk gar nicht zu reden, die machen ja irgendwie alles mit Kunst und sind dabei auch noch oft ganz und gar großartig. Als Bücher­redakteur ist aller­dings das Missliche daran, sich mit dem geschätzten Kollegen vom Musikressort ständig da­rüber zu unterhalten, ob ein Mu­siker jetzt auf die Litera­tur­seiten soll, weil er ein Buch geschrieben hat, oder bei der Musik verbleibt, solange ?er Instrumente handhabt. Das Früh­jahr verspricht einigen Ge­sprächsbedarf. Westbams Biografie „Die Macht der Nacht“ kommt Anfang März. Zwei Wochen später Rammstein-Keyborder Flake Lorenz mit „Der Tastenficker. An was ich mich so erinnern kann“. Es wird ja nicht besser. Der Musiker Olli Schulz zum Beispiel schreibt gerade an einem Kurzgeschichtenband.

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