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Welche Bücher Berliner Autorinnen und Autoren gerade schreiben – und was sie selbst gern lesen.

tip Nennen Sie einen guten Satz aus einem Ihrer Werke.
Rainer Anton Niedermeier:
da ich mich
mit dem verstand
einfach nicht anfreunden kann
bleibe ich weiterhin vertrauter
der unvernunft

(Gedichtband „Wechselfieber“, PR Verlag u. Verlag junger Autoren, 1986)

tip Was ist das Schönste, das Sie jemals gelesen haben?
Niedermeier:
Ich gehöre dem Sand:
ich werde zurückkehren zum gekrümmten Meer
und zu seinen Früchten
und zu seiner Wut:
jetzt gehe ich
pfeifend
durch die Straßen.
(Pablo Neruda, Fragment aus dem Gedicht „ Abschied von den Geschöpfen des Meeres“, aus: „Der unsichtbare Fluß, Gedichte 1923-1973“, Luchterhand)

tip Diesen neuen Satz schenken Sie uns.
Niedermeier:
Der Kran steht am Ende der Welt
und schwenkt das Unglück
doch die Erde wehrt sich
in der tapferen Schönheit ihrer Evolution

und alle anderen Wesen wehren sich
die sich befreien aus den Krallen der Lüge

www.ran-poetry.de.

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