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Yannick Haenel: „Das Schweigen des Jan Karski“

Karski_1944Jan Karski war ein polnischer Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg, den seine Mission bis ins Weiße Haus brachte. Dort wollte er Präsident Franklyn D. Roosevelt auf das Warschauer Ghetto und die systematische Vernichtung der Juden im Dritten Reich hinweisen – doch er konnte nichts bewirken. Diese bedeutende Figur steht im Mittelpunkt des kontroversen Romans „Das Schweigen des Jan Karski“ von Yannick Haenel, der sich unter anderem anfechtbar macht, weil er in Kapitel zwei einfach Karskis eigenes, sehr lesenswertes Buch „Mein Bericht an die Welt“ (neu aufgelegt Kunstmann 2011) nacherzählt. Doch die zentrale Idee von Haenel ist eine Diskussion wert – die Frage nach der Mitschuld der Alliierten an der Judenvernichtung.     

Text: BR

Yannick Haenel: „Das Schweigen des Jan Karski“; Deutsch von Claudia Steinitz, Rowohlt, 192 Seiten, 18,95 Ђ

Lesung und Gespräch Akademie der Künste, Pariser Platz 4, Mitte, Mi 6.4., 20 Uhr

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