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„Zombies“ von Erik Heier

Erik Heier
Hellmuth Karasek war mit dem Durchlesen des Ikea-Kataloges noch nicht ganz fertig, deshalb springt Maxim Biller ein, womit für die Sendung insgesamt wiederum ein Haarverlust verbunden ist. Und Sigrid Löffler wird von Christine Westermann gespielt. So weit, so egal. Volker Weidermann war einer der Gründe, weshalb ich jahrelang immer die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ gekauft habe. Jetzt ist er beim „Spiegel“, aber den habe ich sowieso abonniert. Weshalb aber Weidermann sich vom ZDF diesen TV-Zombie hat andrehen lassen, verstehe ich nicht so ganz. Mir fallen nicht viele Sendungen mit so prägenden Figuren wie Reich-Ranicki ein, der eine derartige Reanimation Jahre nach ihrer Einstellung (das „Quartett“ wurde 2001 abgewickelt, MRR starb vor zwei Jahren) sonderlich gut getan hätte. „Der große Preis“ ohne Wim Thoelke zum Beispiel war mit Marco Schreyl eine Art Erbschleicherei, „Dalli Dalli“ irrlichterte zuletzt als „Das ist Spitze!“-Zombie mit Kai Pflaume umher. Nur vom „Schwarzen Kanal“ würde ich ganz gern eine Wiederauflage sehen, da könnte man anstelle von Karl-Eduard von Schnitzler ja vielleicht den Sigmund Gottlieb vom Bayerischen Rundfunk fragen. Am 2. Oktober läuft das erste neue „Literarische Quartett“, Gast ist Julie Zeh. Ich überlege noch, statt dessen mal wieder MRR‘s „Mein Leben“ zu lesen.

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