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„Mein Potenzial erscheint mir unerschöpflich“

Kurz vor seiner nächsten Schaubühnen-Premiere sprechen wir mit Bühnenstar Lars Eidinger – die Titelstory der tipBerlin-April-Ausgabe
Text: Irene Bazinger
Veröffentlicht am: 25.03.2026
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Zeit für Reflexion: Schauspieler Lars Eidinger im großen Interview.  © Makar Artemev

Im April fliegt Lars Eidinger zu den Dreharbeiten für den neuen „Superman“-Film in die USA. Davor hat er noch – nach über zehn Jahren – wieder eine Premiere an der Schaubühne. Er spielt in Molières Komödie „Der Geizige“ die Titelrolle in der neuen Inszenierung von Thomas ­Ostermeier. tipBerlin hat den 50-Jährigen vor und auf und in der Schaubühne getroffen. Beim Fotoshooting auf dem Kurfürstendamm bleiben schon einige neugierige Menschen stehen. Sie erkennen ihn gleich: Der Lars! Eidinger macht derweil Grimassen an den Glasscheiben, die zum Foyer des Theaters führen, schmiegt sich dort an die goldene Säule, klettert behände aufs Dach und stellt sich zwischen die Buchstaben. Dass ihn derlei Shootings ganz schön stressen und ihm oft unangenehm sind, wie er später erzählt, ist ihm nicht anzumerken. Unser Mann in Hollywood wirkt völlig entspannt in seinem schwarzen Balenciaga-Blouson, den alle kennen, die im „Spiegel“ über das Gastspiel der Schaubühne im vergangenen November in Shanghai gelesen haben. „Soll ich sie ausziehen?“, fragt er freundlich und meint es ernst. Aber nein, alles passt – Lars Eidinger ist ein Profi, ob auf der Bühne oder vor der Kamera. Oder eben für den tip.

Lieber Herr Eidinger, inzwischen kennt man Sie mehr aus dem Kino als vom Theater, weil Sie seit Februar 2015 in keiner neuen Inszenierung an der Schaubühne gespielt haben. Damals war es die Titelrolle in Shakespeares „Richard III.“ in der Regie von Thomas Ostermeier. 

Das stimmt. 2020 habe ich an der Schaubühne noch das Tatendrang-Drama „Peer Gynt“ mit dem bildenden Künstler John Bock inszeniert und gespielt, und 2025 bei den Ruhrfestspielen das interdisziplinäre Musiktheater „I Did It My Way“ mit Larissa Sirah Herden in der Regie von Ivo van Hove uraufgeführt. Ansonsten bin ich zwar kontinuierlich in der Schaubühne aufgetreten, war auch auf Gastspielreisen mit, aber zu einer Zusammenarbeit mit Ostermeier ist es erst jetzt wieder gekommen.

Hatten Sie keine Lust mehr auf die mühselige Probenarbeit und das Entwerfen einer neuen Figur?

Nein, keineswegs, durch die vielen Auftritte in „Hamlet“ und „Richard III.“ hatte ich schon noch genug Theaterluft um die Nase. Ich habe mich trotzdem gefragt, was passiert, wenn ich jetzt wieder auf eine Probebühne gehe. Aber ich habe schnell gemerkt, das ist der Ort, an dem ich mich am wohlsten fühle, weil ich mich wirklich ausprobieren und ausleben kann. Natürlich bin ich mir bewusst, dass es wichtig ist, was das Publikum von der fertigen Produktion hält. Man hofft immer darauf, dass sie gefallen wird. Aber es gibt ein paar Arbeiten, bei denen ich irgendwann gemerkt habe, der Prozess der Auseinandersetzung und der Ausarbeitung des Themas waren für mich so wertvoll, dass alles andere plötzlich zweitrangig wurde.

Sie spielen nun in Molières Komödie „Der Geizige“ in einer Fassung von Maja Zade und Thomas Ostermeier, der auch inszeniert. Die ersten Vorstellungen sind bereits ausverkauft, noch vor der Premiere und noch ehe eine einzige Kritik erschienen ist.

Es hat, ehrlich gesagt, sehr lange gedauert, bis ich mich auf die Idee eingelassen habe, „Der Geizige“ zu machen. Ich wäre auf ein Stück von Brecht oder Shakespeare neugierig gewesen, aber dann wartete Thomas nach einer „Hamlet“-Vorstellung auf mich in der Kantine und schlug „Der Geizige“ vor. Ich habe an der Schaubühne 2013 die Titelrolle in Molières „Tartuffe“ in der Regie von ­Michael Thalheimer gespielt. Das war toll, vor allem durch Thalheimers Zugang zum Theater und zu diesem Stück. Aber meist habe ich bei Molière die Tiefe und Komplexität, wie ich sie bei Shakespeare finde, vermisst. Das war mir alles zu oberflächlich. Bei Molière besteht immer die Gefahr, dass man sich aus der Gesellschaft, die er zeigt, herauszieht, darauf schaut und sich darüber erhebt. Das widerspricht meiner Herangehensweise ans Theater, weil ich immer erst einmal versuche, mich selbst zu problematisieren und die Konflikte des Stücks in mir zu entdecken. Daraus entwickle ich dann meine jeweilige Spielweise. Wie es am Bauhaus heißt: Form follows function.


Lars Eidinger: „Ich bin ein künstlerischer Mensch und habe Spaß daran, mich auszudrücken“


In „Der Geizige“ spielen Sie den reichen, dabei extrem knauserigen Harpagon, der seinen zwei Kindern verbietet, ihre Liebsten zu heiraten und stattdessen lukrative Partien für sie einfädelt. Außerdem will er die heimliche Geliebte seines Sohnes heiraten, die zwar arm ist, aber keine materiellen Ansprüche stellt. In Wirklichkeit hängt Harpagon jedoch viel mehr an seinem Geld als an irgendeinem Menschen. Was sagt uns das heute? Geiz ist geil?

Ist es nicht schrecklich, dass einem immer dieser blöde Slogan einfällt? Das war ja schon in der Werbung damals eine Provokation, eine Todsünde als geil zu bezeichnen! Dagegen erscheint mir ein Aspekt in diesem Stück viel interessanter: Wir leben in einer Überflussgesellschaft. 80 Prozent der Lebensmittel, die man heute produziert, werden weggeschmissen, sie landen auf riesigen Müllhalden. Fast Fashion ist die größte Umweltsünde, größer als Autoverkehr und Luftfahrt zusammen. Der Geizige ist eine Figur, die sich dem entgegenstellt und sagt: Stopp! In diesem Zusammenhang kann ich nur aus unserer „Hamlet“-Übersetzung von Marius von Mayenburg zitieren, in der ich sage: „Vergib mir meine Enthaltsamkeit, in der Verfettung dieser überfressenen Zeit muss nämlich die Enthaltsamkeit den Exzess um Verzeihung bitten.“

Sie ersetzen den negativ besetzten Begriff „Geiz“ durch den positiv besetzten Begriff „Nachhaltigkeit“?

Das wäre mir zu einfach, mir gefällt die Formulierung „gegen Überfluss“ oder eine „überfressene Zeit“ besser. Oder auch Begriffe aus Heiner Müllers „Hamletmaschine“, wie „Konsumschlacht Armut“, „Gelächter aus toten Bäuchen“ oder „Heil Coca Cola“.

In der Molière-Forschung wird Harpagon, der sein Geld ganz für sich bewahren will, im Freud’schen Sinne eine anale Fixierung attestiert.

Ja, denn da geht es ums Ausscheiden und darum, sich zu beherrschen, den Schließmuskel zu kontrollieren. Harpagon entscheidet sich für das Tote, also für das Geld, das er nicht hergeben will, und gegen menschliche Beziehungen. Im kapitalistischen System ist das Alltag – auch, dass Menschen zu Objekten werden.

Zur Inszenierung von Thomas Ostermeier steuern Sie auch die Musik bei.

Bereits zum vierten Mal, ja. Das erste Mal war 2004 für „Nora – Ein Puppenheim“. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir das gut tut, weil ich mit der Konzentration mehr bei der Musik bin und eher nebenbei noch Theater spiele. Diesmal arbeite ich mit dem elektronischen Musikerproduzenten Siriusmo aus Berlin zusammen. Er komponiert die Musik und ich setze sie ein beziehungsweise bitte ihn, Coverversionen zu erstellen. Er ist ein singuläres Talent. Ein wahres Genie. Ich kann immer noch nicht richtig glauben, dass ich ihn dafür gewinnen konnte.

Sie sind bekannt und berüchtigt als DJ. Wie kamen Sie überhaupt zu diesem Nebenjob?

Ich bin ein künstlerischer Mensch und habe Spaß daran, mich auszudrücken, ob mit Musik oder mit Fotografie. Ich bin DJ, seit ich 16 Jahre alt war. Schon auf den Klassenfahrten in der Schule habe ich die Kassetten eingelegt, zu denen wir getanzt haben. Und ich bin ohne Übertreibung auch an die Schaubühne engagiert worden, weil ich DJ bin. Ronald Kukulies, André Szymanski und Mark Waschke, mit denen ich an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch studiert habe, waren schon an die Schaubühne engagiert worden, nur bei mir zögerte Ostermeier. Und da haben sie ihn mit den Worten überzeugt, dass ich ein guter Schauspieler und ein noch besserer DJ wäre. Als wir dann am Anfang an der Schaubühne große Schwierigkeiten hatten, unser Publikum zu finden, habe ich angeregt, eine Discoveranstaltung zu machen, um junge Leute ins Haus zu holen und darüber hinaus fürs Theater zu interessieren. Das war 2001 die Geburtsstunde der „Autistic Disco“.

Sie legen bei allen möglichen Gelegenheiten und in angesagten Clubs auf. Das Publikum ist sicher meistens viel jünger als Sie. Ist das ein Problem?

Neulich habe ich im Kater Blau aufgelegt, von drei bis sechs Uhr morgens. Da stand plötzlich ein junger Mann vor mir und fragte: „Ey, wie alt bist du eigentlich?“ Als ich es ihm sagte, konnte er es nicht glauben. Das hat mich irgendwie gefreut. Auch sonst, habe ich das Gefühl, spielt das Alter in der Musik eine eher untergeordnete Rolle. Als Harpagon allerdings bin ich zum ersten Mal im Theater in der Rolle des Vaters. Das gibt mir eine neue Perspektive auf der Bühne. Die Berufsjugendlichkeit, die einem als Schauspieler so anhaftet, kann ich mit meinen 50 Jahren damit ein bisschen parodieren. Harpagon versucht ja, sich zu verjüngen, indem er eine wesentlich jüngere Frau heiraten will.

À propos älterwerden – Sie arbeiten sehr viel und verausgaben sich in Ihren Rollen oft, schonen weder sich noch das Publikum. Wie lange werden Sie dafür noch die Kraft haben?

Es mag jetzt nach Hybris klingen, aber im Gegensatz zu dem gängigen Albtraum, dass alle plötzlich merken, dass man gar nichts kann, befürchte ich eher das Gegenteil –und zwar, dass man bei mir nur die Spitze des Eisberges sieht und all das, was darunter im Verborgenen liegt, unentdeckt bleibt. Mein Potenzial erscheint mir unerschöpflich.

Ihre überbordende Energie führte letztens in der Schaubühne zu einem Unfall, bei dem eine Zuschauerin eine blutige Stirn davontrug.

Das war keine Konsequenz überbordender Energie meinerseits, im Gegenteil: Mir ist bei einer Abwehrbewegung der Säbel aus der Hand geglitten und der Dame in der ersten Reihe, die sehr dicht an der Bühne saß, mit der Glocke des Griffs an die Stirn gefallen. Ich bin sofort zu ihr gelaufen, sah die blutende Platzwunde und habe mich direkt entschuldigt, worauf sie nur sagte, „Es ist nicht so schlimm, wie es aussieht!“ Ich habe um Saallicht gebeten, nach der Theaterärztin gerufen und die Vorstellung abgebrochen. Das hat selbst die „New York Times“ vermeldet… In den nächsten vier Vorstellungen habe ich diese Szene ohne Säbel gespielt, nur pantomimisch, das ging auch. Die Nähe zum Publikum ist sowohl Reiz als auch Risiko. Entweder man setzt die Zuschauer:innen weiter weg oder man baut eine sprichwörtliche vierte Wand zwischen Bühne und Publikum. Der Dramaturg Carl Hegemann hat über diesen Zwiespalt einmal zu mir gesagt: „Theater ist wie ein Käfig voller Tiger auf der Bühne – und der Käfig ist offen.“

Demnächst werden Sie unter ganz anderen Umständen in Hollywood drehen und in der „Superman“-Fortsetzung „Man of Tomorrow“ den Schurken Brainiac spielen.

Ich würde behaupten, jede Schauspielerin, jeder Schauspieler träumt insgeheim von einem Angebot aus Hollywood! Ich habe dafür allerdings weder Klinken geputzt noch Networking betrieben. Die „Barbie“-Regisseurin und Schauspielerin Greta Gerwig hat mich als Richard III. gesehen und ihrem Mann Noah Baumbach für den Film „White Noise“ empfohlen, mit dem 2022 die Filmfestspiele von Venedig eröffnet wurden – und ich spielte mit! Ich wollte mir von Greta eine Agentur in den USA empfehlen lassen, und sie schlug mir ihre eigene vor. Ich dachte, da werde ich zwischen all den Megastars als Karteileiche enden, doch dann kam der Anruf des „Superman“-Regisseurs James Gunn. Im April werde ich nach Atlanta fliegen und dann fangen die Dreharbeiten an.


„Mein ganzes Leben fühlt sich wie Freizeit an. Alles, was ich mache, ist frei“


Sind Sie aufgeregt, dass Sie in den Maschinen der Traumfabrik vielleicht unter die Räder kommen können?

Ich spüre schon auch den Druck, dort zu bestehen, klar. James Gunn freilich schrieb mir, dass er sich freut, die Rolle mit mir gemeinsam zu gestalten. Über diese Formulierung habe wiederum ich mich gefreut, weil das ja bedeutet, dass ich nicht nur Erfüllungsgehilfe sein soll, sondern mich einbringen kann. Ich bin neulich nochmal zu einem dreistündigen Gespräch und ebenso langem Maskentest nach Amerika geflogen, um mich kreativ auszutauschen. Außerdem trainiere ich vier Mal die Woche mit einem Personal Trainer, um fit, „more lean“ und muskulös zu sein, wie das Studio es verlangt.

Können Sie bei Ihrem Pensum mit einem Begriff wie Freizeit etwas anfangen? Haben Sie die jemals?

Aber sicher, mein ganzes Leben fühlt sich wie Freizeit an. Alles, was ich mache, ist frei. Ich habe kein Gefühl von Zwang oder Arbeit. In meinem ganzen Leben habe ich noch bei keiner Theaterprobe auf die Uhr geguckt.

Es gibt ein schönes Zitat, man weiß nicht genau, von wem: „Beim Schreiben ist es wie mit der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“ Ist das mit der Schauspielerei ähnlich?

Nein, bei mir geht es nie ums Geld. Wenn es jetzt heißen würde, du hast morgen eine „Hamlet“-Vorstellung, das kostet dich 1.000 Euro, würde ich sagen, ja, mache ich. Also ich würde dafür Geld bezahlen.

Wirklich?

Ja, auf jeden Fall.

Um was dafür zu kriegen?

Dieses Erlebnis, da zu stehen und zu spielen! Ich bin von der Leidenschaft für meinen ­Beruf getrieben, von der Liebe zum Spielen. Bis auf einen Werbespot für Ikea, für den ich mich noch als Student verdingte, habe ich nie etwas nur um des Geldes willen getan. Das ist natürlich ein absolutes Privileg, dessen bin ich mir bewusst, aber es ist so. Selbstverständlich spielt Geld in meinem Leben eine Rolle. Wenn man als Schauspieler so reich werden will, dass Geld keine Rolle mehr spielt, muss man Werbung machen. Mit ehrlicher Arbeit allein geht das nicht.

Außer Ehrlichkeit scheint Ihnen Treue wichtig zu sein – Sie waren bisher fest nur an der Schaubühne engagiert und Sie sind nicht geschieden. Woher kommt trotzdem Ihre leicht skandalöse Aura?

Also, ich bin seit 27 Jahren an der Schaubühne und ebenso lang mit meiner Frau zusammen. Mein irgendwie wüstes Image muss ich mir vielleicht zum Teil selbst zuschreiben, aber es fällt mir nicht leicht, mich damit zu arrangieren. Kaum jemand glaubt mir, dass ich seit zwei Jahren keinen Alkohol trinke, dass ich nicht rauche und noch nie Kokain genommen habe! Ich fahre mit dem Deutschlandticket, setze mich in die S-Bahn oder gehe zu Fuß. Dass ich kein Auto habe, ist eine bewusste Entscheidung. Ich gelte gern als Exzentriker, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich so verrückt bin, wie die Leute denken. Wahrscheinlich bin ich auf der Bühne mehr ich selbst als im Alltag. Oder, wie es Fassbinder sagte: „Vielleicht ist das Leben eine größere Lüge als der Film.“

Wie viel Eitelkeit gehört zum Berufsprofil eines Schauspielers oder einer Schauspielerin?

Kunst ist der Ort, an dem Eitelkeit eigentlich eine vollkommen untergeordnete Rolle spielt. Eitel bedeutet ja: Gehaltlos, inhaltsleer, nichtig. Aber das Theater, die Kunst überhaupt, steht für das genaue Gegenteil, nämlich Inhalte. Wie kann man da vom Theater als Jahrmarkt der Eitelkeiten sprechen? Jeder Mensch, der an einem Schaufenster vorbeigeht, schaut doch kurz, wie er gerade aussieht. Das hat etwas mit Selbstwahrnehmung und Wirkungsbewusstsein zu tun. Die Wirkung, die man auf andere hat, ist einem natürlich nicht gleichgültig.

Sie sind sehr bekannt und oft in den Medien präsent, ob positiv oder negativ. Deshalb hat jede und jeder eine Meinung zu Lars Eidinger. Welche haben Sie selbst zu sich?

Manchmal denke ich, warum heißt es nicht einfach: Ich habe Lars Eidinger kennengelernt, der ist total nett, intelligent und talentiert. Warum muss immer der vermeintliche Fehler oder Defekt aufgedeckt werden? Bertolt Brecht hat geschrieben, er ist zu den Menschen immer freundlich, denn sie sind ganz besonders riechende Tiere – und es macht nichts, er sei es auch.

Schaubühne   Kurfürstendamm 153, Wilmersdorf, Do 2.4., (Premiere), 4.–9.4., jeweils 20 Uhr, Fr 10.4., 15 Uhr, So 12.4., 19 Uhr Tel. 89 00 23, Website, Karten 14–60 €

Zur Person

Lars Eidinger, 1976 in Berlin geboren, ist einer der renommiertesten deutschen Theater- und Filmschauspieler. Er studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und ist seit 1999 im Ensemble an der Schaubühne. Seit Jahren laufen hier die von Intendant Thomas Ostermeier inszenierten Shakespeare-Stücke „Hamlet“ (2008) und „Richard III.“ (2015) mit ihm in der Titelrolle, stets ausverkauft im In- und Ausland. Bei den Salzburger Festspielen spielte er 2021 und 2022 den Jedermann. Er ist auch DJ und Erfinder der Partyreihe „Autistic Disco“ (seit 2001). Außerdem betätigt er sich als Fotograf und hat im Oktober in der Kunsthalle Tübingen seine nächste Ausstellung. Als Filmschauspieler wirkte der vielfach ausgezeichnete Eidinger etwa in „Alle anderen“ (Regie: Maren Ade, 2009) mit, in „Die Wolken von Sils Maria“ (Olivier Assayas, 2014), „White Noise“ (Noah Baumbach, 2022) und „Sterben“ (Matthias Glasner, 2024). 2027 wird man ihn in „Superman 2 – Man of Tomorrow“ als Bösewicht Brainiac sehen können. Vorher spielt er noch an der Schaubühne die Titelrolle in „Der Geizige“. Das Foto zeigt ihn beim tip-Interview mit Irene Bazinger.


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