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Charitй will Medizinhistorisches Museum aufgeben

Luisa Roldan_RoentgenbildNach einem Bericht der Berliner Zeitung (Mittwoch) sieht der Vorstandsbeschluss mehrere Optionen für das Museum vor. Neben einer Schließung seien auch ein Trägerwechsel, eine Fusion mit einem anderen Museum oder eine Finanzierung durch private Sponsoren im Gespräch, sagte der Leiter des Museums, Thomas Schnalke. „Damit droht die Zerstörung einer kulturell sehr wertvollen Einrichtung. Das ist ein Skandal.“ Begründet wird die Aufgabe der pathologischen und medizinhistorischen Sammlung laut Bericht damit, dass das Museum mit einer jährlichen Ausstattung von einer Million Euro ein Defizit von rund 700 000 Euro verursache. Nur 300 000 Euro würden aus eigenen Einnahmen wie Eintrittspreisen erzielt.

Charitй-Sprecherin Stefanie Winde erklärte dagegen, eine Abgabe des Museums sei „definitiv nicht beabsichtigt“. Der Betrieb des Museums zähle aber nicht zu den Kernaufgaben der Charitй, eine Finanzierung aus Erlösen der Krankenversorgung oder dem Landeszuschuss für Forschung sei nicht zulässig. „Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass der Vorstand andere Finanzierungsmöglichkeiten prüfen muss“, sagte Winde der Berliner Zeitung. Für Teile der nicht ausgestellten Sammlung werde nach preiswerten Depotflächen gesucht.

Quelle: dpa

Foto: Luisa Roldan Roentgenbild, Ausstellung:“Zwillingsbilder. Röntgenfotografien von Skulpturen“ bis 28. August 

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