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Common Vintage: tauschen statt kaufen

Common Vintage

Der Vintage-Markt hat jede Menge Potenzial. Das ist der gelernten Di­plom-Modedesignerin Karin Fröhlich durchaus bewusst. Als die Berlinerin 2009 mit ihrer Plattform Common Vintage an den Start ging, war ihr Hauptmotiv aber weniger der Profit als die Überzeugung, dringend etwas gegen die Ressourcenverschwendung in der Fashion-Branche tun zu müssen. „Ich habe ein paar Jahre in der Industrie gearbeitet und kam irgendwann an einen Punkt, an dem mir bewusst wurde, dass wir unmöglich so weiterwirtschaften können.“
Sie beschloss, selbst einen Beitrag zu leisten, um den Umweltschutz im Mode-Bereich voranzutreiben: eine Plattform, auf der User alte Kleidung untereinander tauschen oder verkaufen können. Zwei Vorteile bringt ein solcher Handel mit sich: Zum einen landen Teile, die man nicht mehr trägt, nicht einfach in der Mülltonne, sondern im Kleiderschrank eines Zweitverwerters. Zum anderen werden all jene Ressourcen, die sonst bei der Herstellung von neuen Produkten verbraucht werden, geschont. „Ich würde mir wünschen, dass es irgendwann ganz normal wird, gebrauchte Sachen anzuziehen, so wie es heutzutage selbstverständlich ist, auf recyceltem Papier zu schreiben“, sagt Fröhlich. Vielleicht würden Vintage- und Secondhandkleidung dann zu einer ernsthaften Konkurrenz für die Neuware.    

Text: Henrike Möller

Foto: Irene de la Selva Photography

Mehr Informationen zu der Online-Plattform: www.commonvintage.com

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