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Das YAAM ist noch nicht gerettet

YAAM

„Zum jetzigen Zeitpunkt von einer Rettung des YAAM zu sprechen ist übertrieben.“, so YAAM-Chef Ortwin Rau auf einer Pressekonferenz am Donnerstag (29.11.). Denn es steht noch längst nicht fest, ob sich die Hoffnung der YAAM-Betreiber auf das in Betracht gezogene Ersatzgelände an der Schillingbrücke, welches momentan noch vom MAGDALena-Club genutzt wird, umziehen zu können, erfüllt werden kann. Der Vertrag des MAGDALena läuft Ende 2014 aus und auch, wenn Betreiber Ben de Biel dem YAAM das Gelände – wie er auf der Pressekonferenz erklärte – gerne überlassen würde, hängt der Umzug doch davon ab, ob das Grundstück an der Schillingbrücke vom Liegenschaftsfonds der Stadt wieder in den in den Besitz des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg übergeht. Denn nur dann könnte der Bezirk darüber entscheiden, ob er das Gelände zu nicht-gewerblichen Zwecken – also auch für kulturelle oder soziale Projekte – freigibt. Und nur dann hat das YAAM eine Chance auf die Nutzung des Ersatzgeländes.
Nach einem dreieinhalbstündigen Treffen am Mittwoch (28.11.) zwischen Investor Urnova, Senatskanzleichef Björn Böhning (SPD), YAAM-Betreiber Ortwin Rau und dem Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg Franz Schulz (Grüne) wurde die ursprünglich vorgesehene Räumung des Kulturprojekts YAAM am jetzigen Standort zum 10. Dezember 2012 vorübergehend verschoben. Von vielen wurde das YAAM in Folge dessen als gerettet angesehen, jedoch bleibe die Situation weiterhin brenzlig, klärte Rau am Donnerstag auf.
In diesem Zusammenhang ist für Sonntag, den 02.12.2012, eine Demonstration vor dem Roten Rathaus geplant. Aktiv wollen die Betreiber weiterhin für den Erhalt des YAAMs und zusammen mit den Begründern der Initiative „Mediaspree versenken“ gegen eine gewerbliche Bebauung des Spreeufers kämpfen. Künstler und Unterstützer des YAAM, wie zum Beispiel Culcha Candela und Nosliw, haben sich bereits angekündigt.

Text: Charlotte Marxen

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