Kultur

Demo gegen Homophobie

Demo gegen Homophobie

Nasser El-Ahmad, 18, ist ein Kämpfer: Ein Onkel habe ihn mit Benzin übergossen, sagt er, die Eltern hätten ihn ausgepeitscht und mit kochendem Wasser verbrüht. Später sei er von seinen libanesischen Verwandten entführt worden – alles, um ihm sein Schwulsein auszutreiben und ihn mit einem vorbestimmten Mädchen zu verheiraten. Schon 2014 hat Nasser eine Neuköllner Demonstration gegen Homophobie organisiert. Damals kamen 150 Menschen. Dieses Jahr haben bei Facebook schon rund 3?500 Leute zugesagt. Warum Neukölln? „Es war mein Kiez und es ist genau der richtige Ort für eine Demo. Hier muss man Toleranz noch lernen„, sagt Nasser. Und: „Ich will eine Brücke bauen zwischen der Islam-Gesellschaft und der Szene.“ Die Demoroute führt vom Flugfeld-Haupteingang über Columbiadamm, Hermannstraße und Karl-Marx-Straße. Das Leben ist kein Sektfrühstück.    

Text: Stefan Hochgesand

Foto: Facebook/Aufruf

Demo gegen Homohass Flugfeld Tempelhof, Eingang Columbiadamm 124, Tempelhof, So 12.4. ab 13 Uhr

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