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Didi & Stulle lassen es in der Neuköllner Oper krachen

Didi und Stulle

Seit 17 Jahren feiern Fils Zotenkönige „Didi & Stulle“ im „zitty“-Magazin fröhliche Comic-Urständ. Beide Schweine sind Aufschneider und Grabscher vor dem Herrn. Beziehungsweise vor der Dame, bei welcher sie indes wenig Chancen haben. In einer Oper haben sie nichts verloren, und das ist der beträchtliche Witz dieses Abends. Die zwei präpotenten Paradeproleten müssen hier tatsächlich Arien und Rezitative schmettern, die klingen wie Inzucht zwischen Boccherini und AC/DC. In der ersten Hälfte werden ein paar Comics ratternd he­runterzählt – über Penisköpfe und Riesenpopel. Nach der Pause kollabiert die Handlung vollends. Der Abend ist dann auch bald vorbei. Wie jede gute Liebeserklärung läuft es in Stammeln und Stottern aus. Lars Feistkorn singt den Didi, als ob es Wagners Fasolt wäre. Einen triftigen Gastauftritt hat die Jazz-Sängerin Pascal von Wroblensky als Big Bad Mother of Stulle. Was so aussieht, als spiele Elli Pirelli die Marie Antoinette. Es wird viel gelacht. Ob unter oder über Niveau, ist nicht recht festzustellen. Wie schön.    

Text: Kai Luehrs Kaiser

Foto: MatthiasHeyde

tip-Bewertung:sehenswert


Didi und Stulle. Die Oper, Neuköllner Oper, Do 19.6., So 22.6., Fr 27.6., Sa 28.6., So 29.6., Do 3.7., Fr 4.7., Sa 5.7., So 6.7., Do 10.7., Fr 11.7., Sa 12.7., Do 17.7., Fr 18.7., Sa 19.7., So 20.7., jeweils 20.00. Karten-Tel. 68 89 07 77

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