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Die DT-Kammerspiele zeigen Andreas Kriegenburgs „Hamlet“-Inszenierung


Dass „Hamlet“ die Tragödie eines Intellektuellen ist, den sein Verstand lähmt und in den Weltekel treibt, ist eine Idee, die diese Inszenierung nicht unbedingt nahelegt. Andreas Kriegenburg hat in den DT-Kammerspielen Hamlets Problem, zu viel zu denken, souverän entsorgt, indem er dem Stück jeden Gedanken ausgetrieben und es umstandslos in die aufgekratzte Klamotte, den leerlaufenden Scherzartikel entsorgt hat.
Die Opfer sind die bedauernswerten Schauspieler, Studenten der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, die entweder lustig-­lustig aus der Rolle fallen und Sprechübungen einbauen dürfen oder ihre Figuren gleich zu Knallchargen verkleinern. Gertrud kokst sich die Nase blutig, Claudius leidet unter Juckzwang, Ophelia ist eine verdrehte Ballerina, und Hamlet trägt seine Melancholie als schwarze Luftballons mit sich herum.
All das forcierte Witzeln ist sehr schnell einfach nur eines: langweilig. Dass sich diese Zumutung über drei Stunden zieht, macht es nicht besser.

Text: Peter Laudenbach

tip-Bewertung: Ärgerlich

Termine: Hamlet
in den DT-Kammerspielen,
Do 19., Sa 21.11., 20 Uhr, Mo 23.11., 19.30 Uhr
Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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