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Die geilsten Jobs auf ?Probe

Die geilsten Jobs auf ?Probe

Manchmal weiß man es ja einfach nicht: Bin ich eher der Olivenbauer-Typ? Oder sollte ich der Welt – und mir selbst – als Bürgermeister etwas Gutes tun? Man kann natürlich erst mal eine Ausbildung oder Umschulung machen und dann feststellen, dass der neue Job leider für alle Menschen dieser Welt genau der Richtige sein mag, nur leider gerade nicht für einen selbst. Das alles geht aber auch anders. Es gibt verschiedene Methoden über das schnöde Praktikum hinaus, einfach mal für eine kurze Zeit Jobs auszutesten. Entweder als ernsthafte Per­spektive – oder auch nur so zum Spaß. Wobei: Spaß sollte es doch immer machen. Hier sind unsere Vorschläge für die geilsten Jobs auf Probe.

Festival-Freiwilliger
Da arbeiten, wo andere feiern? Klingt auf den ersten Blick gar nicht reizvoll, ist es aber sehr wohl: Als ehren­amtlicher Festivalhelfer baut man die Bühne auf und ab, checkt die Tickets und tackert die Bändchen zusammen. Als Dank winken kostenloses Essen und Freibier ohne Ende. Manche Festivals erstatten ihren Helfern auch die Eintrittstickets. Und wer weiß, vielleicht wartet backstage die Lieblings­band auf dich!
Infos: auf den Webseiten diverser Festivals, z.B. Melt!, Ferropolis, Gräfenhainichen, ?17.–19. Juli,? www.meltfestival.de

Bühnenstar beim Song-Slam
Einmal selbst im Rampenlicht stehen – und sei es nur für fünf Minuten! Wer glaubt, Bühnentalent zu haben, kann das beim Song-Slam austesten. Gitarre, Gesang oder Rap – wie bei einem Bunten Abend in der Jugendherberge performt hier jeder das, was er am besten kann. Nach fünf Minuten wird gnadenlos das Mi­kro­fon abgestellt. Am Ende der Veranstaltung bestimmt das Publikum via Applaus, wer der Star des Abends ist. Dann weiß man auch, ob die Berufsperspektive sich langfristig lohnt.
www.songslam-neukoelln.de

Bürgermeister
Einmal die Fäden der Macht in der Hand halten, in rauchigen Hinterzimmern Intrigen schmieden und die Geschicke der Menschen lenken – ja, so schön ist die aktive Politik. Kleine Gemeinden haben es oft schwer, Bürgermeisterkandidaten zu finden. In der Gemeinde Laer in NRW beispielsweise suchen SPD und FDP derzeit einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten. Beeilung! Die Bewerbungsfrist endet am 6. Juni. Und sollte man merken, dass der Job doch nicht der Hammer ist, erklärt man einfach seinen Rücktritt.
www.fdp-laer.de

Hauswächter im Schloss

Ellenlange Korridore, geräumige Trinkhallen und eine wunderschöne Orangerie: Um ein eigenes Schloss zu besitzen, musste man früher mindestens adelig sein. Heute reicht schon eine E-Mail an den Housekeeping-Service Camelot. Die bieten unter anderem leer stehende Schlösser als kostenloses Wohndomizil an. Im Gegenzug muss man den Laden in Schuss halten, aufpassen, dass niemand einbricht – und nachts Schlossgeister vertreiben.
www.cameloteurope.com

Olivenbauer in Spanien
Den eigenen Schreibtisch vorübergehend gegen einen anderen Beruf eintauschen und dadurch mal den Kopf freikriegen – das ist das Geschäftsmodell der Kreuzberger Agentur Descape. Zehn Tage Olivenbauer in Spanien kosten hier beispielsweise 960 Euro inklusive Unterkunft. Zuzüglich Flug ist das kein billiges Vergnügen, aber am Ende gibt’s eigenes, selbst gepresstes Öl mit nach Hause.
www.descape.com

Bootsbauer in Berlin

Auch bei Descape: 631 Euro kostet ein einwöchiger Workshop als Bootsbauer in Berlin. Hier lernt man bei einem erfahrenen Handwerker, wie man ein fahrtüchtiges und wasserfestes Holzboot zimmert. Der Bausatz kostet nochmals rund 1?000 Euro, und im Anschluss schippert man damit auf der Spree umher.
www.descape.de

Pferderancher in Bayern
Nicht nur ehemalige „Wendy“-Abonnenten dürften an dem einwöchigen Pferderancher-Schnupperkurs ihren Gefallen finden: Die schroffe und raue Landschaft im nieder­bayerischen Lalling könnte glatt einem „Winnetou“-Film entsprungen sein. Wer danach wieder zu seinem Schreibtisch-Job zurück­will, ist selber schuld.
www.descape.de

Surfboard-Bauer in Portugal
„Surf and stay“ nennt die Agentur Descape das 780 Euro teure Paket, bei dem man eine Woche lang in Portugal als Surfboard-Bauer arbeitet. Gebaut wird, wie sollte es anders sein, nicht irgendein Surfbrett, sondern das persönliche Brett, das unter fachmännischer Anleitung danach gleich ausgetestet wird.
www.descape.de

Bierbrauer in Hamburg
Craft Beer, also Bier aus kleinen, mittelständischen Brauereien, boomt: So vielfältig sind die Geschmacks­richtungen und Aromen, dass da Beck’s und Co nicht mithalten können. Am besten aber schmeckt Bier, das man mit eigenen Händen gebraut hat. Für eine Gebühr von 150 Euro kann man bei diesem Descape-Angebot für einen Tag als Bierbrauer arbeiten und am Ende die Früchte seiner Arbeit mit nach Hause nehmen.
www.descape.de

Wohnen und arbeiten auf Bio-Höfen
Schon mal gewwooft? Nein? Dann ist das vielleicht genau das Richtige für diesen Sommer. Bei World Wide Opportunities on Organic Farms, so der sperrige volle Name des Programmes, sind 7?000 Bio-Bauernhöfe in 90 Ländern registriert. Sie alle bieten eine kostenlose Unterkunft gegen Mitarbeit auf der Farm. Und mal ehrlich: Nichts schmeckt besser als selbst geerntetes Obst und Gemüse!
www.farmarbeit.de/wwoof.html

Text: Michael Metzger

Foto: Hemey Design, Fotalia

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