Kultur

Google in Berlin

google_buero_lindencorsoMit Google suchen kann eigentlich jeder. Die Website der beliebten Suchseite ist so schlicht, dass selbst Internet-Newbies damit zurechtkommen. Google finden ist dagegen ein wenig schwerer. Zumindest wenn man auf der Suche nach der Berliner Vertretung des Unternehmens ist. Seit über einem Jahr gibt es ein Büro in der Hauptstadt. So viel kann man ein paar Artikeln und Meldungen entnehmen.

Doch wer mehr wissen will, wird – zumindest im Internet – enttäuscht. Die Suche nach den Stichworten „Google“ und „Berlin“ liefert über 40 Millionen Ergebnisse. Die Adresse des Berliner Google-Büros – der sogenannten Repräsentanz – ist nicht darunter. Im Mil­liarden Seiten umfassenden Such-Index ist es nicht enthalten: Google lässt sich nicht googeln. Das verwundert. Schließlich hat es sich das Unternehmen zur Aufgabe gemacht, sämtliches Wissen der Welt zu digitalisieren und damit verfügbar zu machen. Die eigene Adresse fällt wohl nicht darunter, genausowenig wie Informationen über die einzige Mitarbeiterin der Berliner Außenstelle – Frau Annette Kroeber-Riel sucht man erfolglos.

Natürlich liegt es nicht an Googles Suchtechnologie. Es liegt da­ran, dass Frau Kroeber-Riel eher anruft, als dass sie angerufen wird. Als „Policy Counsel“ – so lautet die offizielle Google-Umschreibung für Lobbyistin – kümmert sie sich um Kontakte zu Politikern und Vertretern für Google wichtiger Unternehmen. Sie vertritt das Unter­nehmen in Verbänden und sorgt auf Podien und Dis­kussions­­­ver­anstaltungen dafür, dass Googles Argumente gehört und seine Interessen gewahrt werden. Von Berlin aus ist sie zuständig für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wer Kontakt zu ihr aufnehmen will, muss sich deshalb an den Firmensitz von Google wenden.

Den ganzen Artikel des tip-Autoren Björn Trautwein lesen sie in der aktuellen Ausgabe des tip 24/2008.

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