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„Die Patriotin“ an der Volksbühne

DiePatriotin_c_thomas_aurinDie Erzählung handelt vom rituellen Selbstmord („Seppuku“) eines Offiziers der kaiserlichen Armee und seiner jungen Ehefrau. Historischer Hintergrund ist der Versuch eines faschistischen Staatsstreichs einer Gruppe junger Offiziere 1936 in Tokyo. Der Text besteht hauptsächlich aus der Beschreibung des Seppuku und dem diesem Akt vorausgehenden ehelichen Beischlaf. Protofaschistisches Todesfick-Ekstase-Fascho-Orgasmus-Zeug. Das politische Skandalon des Textes wird in der Volksbühnen-Inszenierung mit Slapstick und Krampf verunkenntlicht. Ohne Kenntnis der Erzählung dürfte man Schwierigkeiten haben, dem quälend dahinkriechenden Bühnengeschehen zu folgen. Man sieht: eine aufgekratzte Frau in einem bunten Kittel (Kathrin Wehlisch) und einen grunzenden Mann mit Maske (Bernd Grawert), die sich anscheinend irgendwie umbringen müssen. Ein prätentiöser Abend von größter Überflüssigkeit.

Text: Andreas Hahn

Foto: Thomas Aurin

tip-Bewertung: Uninteressant

Die Patriotin Volksbühne, Fr 11.5., 19.30 Uhr, Sa 19.5., 18 Uhr, Karten-Tel. 24 06 57 77

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