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„Die Wikinger“ im Martin-Gropius-Bau

Es muss ein beeindruckendes Bild gewesen sein, wenn im frühen Mittelalter am Meereshorizont diese zweifarbigen Segel erschienen. Angetrieben wurden von ihnen die schnellen Langschiffe der Wikinger. Dass diese Schiffe Ärger bedeuten konnten, wissen auch die kleinen Fans der Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“ beziehungsweise des gleich­namigen Films aus dem Jahre 2009 von Michael Bully Herbig: Die bärbeißigen Kerle waren oft kriegerisch und raubten den einen oder anderen Schatz. Die Wikinger ohne ihre Schiffe? Das ist auch für die im Martin-Gropius-Bau stattfindende Ausstellung „Die Wikinger“ nicht denkbar. Die rund 800 dort präsentierten Fundstücke werden rund um das Prunkstück der Schau gezeigt, die „Roskilde 6“ – ein 37 Meter langes Kriegs­schiff der Wikinger, das man um ein 1997 in Roskilde gefundenes Wrackteil rekonstruiert hat.  Wie das Gefährt zu Wasser ausgesehen haben mag, wird über die „Seehengst von Glendalough“ erleb­bar: Es ist das größte jemals nachgebaute Wikingerschiff und liegt noch bis zum 14. September am Schiffbauerdamm, wo es auch zu besichtigen ist. Dass die Wikinger nicht nur Krieger, sondern auch Handwerker und Händler waren, soll die Ausstellung ebenfalls vermitteln. Schon damals betrieb man Austausch mit drei Kontinenten. Auch zu Einwanderungen in das Wikinger­gebiet, das heutige Dänemark, Island oder Teile Groß­britanniens, kam es. Wie man sich das Leben dieses weit gereisten Volkes vorstellen kann, wird in der Ausstellung auch über Familienwerkstätten, eine mehrwöchige Kinder-Akademie oder das Herbstferien­programm anschaulich. Bei Letzterem wird unter anderem das Modell ein Wikingerschiffes gebaut – was sonst? 

Text: Eva Apraku

Foto: Vikingeskibsmuseet Roskilde / The Viking Ship Museum, Denmark

Die Wikinger im Martin-Gropius-Bau, Mi–Mo 10–19 Uhr

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